Der Podcast zum Album des Jahres 2013, wieder in der Schmiede in Radebeul.
Die Platzierungen:
1. Layla Zoe - The Lily
2. Jex Thoth - Blood Moon Rise
3. David Bowie - The Next Day
4. Avenged Sevenfold - Hail To The King
5. I Fight Lions - I Fight Lions
www.schmiede-radebeul.de
Sonntag, 12. Januar 2014
Freitag, 10. Januar 2014
Bobo, Schafe, 69...
Neulich tauchte ich wieder tief ins Plattenregal. Ein Ziel hatte ich dabei nicht, doch ich war überrascht - NOFX hatte 2013 den dreißigsten Geburtstag. Schnell den Plattenspieler geladen und den ganzen Tag diesen teils sehr verrückten Mix gehört.
Von Punk über Ska, Hardcore, Metal und melancholischer Musik ist da alles zu hören. Aber die NOFX-Note geht da nicht verloren, im Gegenteil - sie wird immer ausgereifter! Wahnsinn, was diese Band noch immer für eine Entwicklung macht! Da kann man sich nur auf die Festivalsaison freuen, denn NOFX ist eine Formation, welche a) sich nicht zu Ernst nimmt und b) einen Dreck darauf gibt, mit X Millionen Dollar Heim zu fahren, dafür aber die Kohle ordentlich auf den Kopp haut. Da lohnt sich mit Sicherheit auch das eine oder andere kommende Headlinerkonzert, aber das ist nur ein Tip meinerseits!
Und mein Gott, wer nicht wenigstens eines der Coverartworks oder Albumnamen witzig findet, sollte sich besser beim Seelenklempner untersuchen lassen. Nein, nur Spaß - ist doch nach wie vor Geschmacksache.
Wer was für härtere Rockmusik übrig hat, wird aber meiner Meinung nach nicht an NOFX vorbeikommen. Und es ist immer ein Genuss auf Plattenbörsen etwas Neues zu entdecken - da freu ich mich jetzt schon drauf!
Dann will ich euch nicht weiter stören! Ich geh erst einmal Banane verdauen. Danke und bis bald,
Euer Bobo!
Mittwoch, 8. Januar 2014
CD-Review: Henrik Freischlader - Night Train To Budapest
Info
Bandname:
Henrik Freischlader
Albumname:
Night Train To Budapest
Musikrichtung:
Blues, Rock
Erscheinungsjahr:
2013
Label:
Cable Car Records
Herkunft:
Deutschland
Facebook:
www.facebook.com/HenrikFreischladerOfficial
Website:
http://www.henrik-freischlader.de
HE
STRIKES AGAIN!
Gerade
erst die House In The Woods
vom Plattenteller genommen und schon sorgt HENRIK FREISCHLADER mit
Night Train To Budapest
für Nachschub.
Die
Scheibe beginnt in gewohnt cooler Manier mit „Point Of View“.
Sehr viel Groove, einprägsame Hookline und rotzige Soli, mal wieder
ein echt gekonnter Einstieg.
„Everything
Is Gone“ beginnt ruhiger, etwas smoother, bäumt sich im Chorus
allerdings mächtig auf und beschert durch diesen Kontrast die erste
große Überraschung. Ich möchte an dieser Stelle auch auf das Solo,
das ab der Hälfte auf den Hörer hereinbricht, hinweisen –
grandios!
Nun
könnte man eigentlich eine kleine Verschnaufpause recht gut
gebrauchen und die bekommt man auch mit „Caroline“. Beruhigendes
Picking, gewürzt mit schicken Leads und einem Refrain, der einem so
schnell nicht mehr aus dem Ohr gehen wird, ein Problem, dass sich
häufig auf diesem Album einstellt.
Darauf
folgen mit „A Better Man“ und „Thinking About You“ zwei
Nummern mit viel Gefühl. Erstere zeigt sich im Grundton recht
rockig, mit schön rohem Gittarensound, jedoch nimmt der Refrain ein
wenig Fahrt raus. Zweitere ist unverkennbar eine Bluesballade by
HENRIK FREISCHLADER. Ein Song, der sich Zeit nimmt und mit vielen
kleinen subtilen Effekten die Atmosphäre aufbaut. Die Leadgitarre
lädt zum genießen ein und genau das will man bei so einem Song auch
– diese 7 Minuten vergehen wirklich wie im Flug!
Mit
„Down The Road“ begibt man sich wieder in den Groove-Modus: Es
darf wieder zu sehr eingängigen Riffs gerockt werden, ein Song mit
viel Charme, schönem Wechsel und das Solo! Das Solo ist episch.
Knackige
Rhythmusgitarren, schöne Leadläufe – es geht gut weiter mit
„Gimme All You Got“. Sehr energetischer Rocker, der durch besagte
Läufe fast schon hypnotisch wirkt und ja, es ist wieder einer dieser
Refrains, die einen doch recht lang begleiten werden.
Es
wird ein wenig ruhiger, aber nur für zwei Songs. „If this Ain't
Love“ glänzt durch seine swingende Unbekümmertheit und zieht
spätestens durch seinen souligen Chorus in seinen Bann. „My Woman“
dagegen ist eine ruhige orgellastige Ballade. Mit viel Gefühl
vorgetragen und mit schicken kleinen Licks seitens der Gitarre
garniert, allerdings ist das Stück für eine Spielzeit von 10
Minuten ein wenig eintönig, speziell am Schlagzeug hätte ich mir
mehr gewünscht.
Mit
„Shame“ wird es wieder rockiger: Klasse Chorus mit tollen
Backingvocals, Gitarrenläufe satt und der Umbruch im zweiten
Drittel, die stop-and-go-Dynamik – so klingt ein moderner
Bluesrocker!
Geschlossen
wird Night Train To Budapest von „Your Loving Was So Good“,
einem zähen Groover bei dem es Feedbacks hagelt und sich die Soli in
die Gehörgänge schneiden. Ein wirklich intensiver Song und ein
würdiger Abschluss der Platte!
Fazit:
Transparente
Produktion, gutes Songwriting und eine
richtig gute Performance machen Night Train To Budapest
einen Pflichtkauf für Blues- bzw. Rockfans.
Wenn
es um coole und groovende Musik geht, weiß man genau an wen man sich
halten kann: HENRIK FREISCHLADER!
Hörtipps:
„Point Of View”, “Caroline”, “Thinkin About You” und
“Your Loving Was So Good”
Bewertung:
9,5 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Point Of View
02. Everything Is Gone
03. Caroline
04. A Better Man
05. Thinking About You
06. Down The Road
07. Gimme All You Got
08. If This Ain't Love
09. My Woman
10. Shame
11. Your Loving Was So Good
Besetzung:
Vocals,
Guitar, Bass, Drums: Henrik Freischlader
Keys: Moritz
Fuhrhop
Für
die Freunde der physischen Tonträger:
Neben
einer Digipack-CD Variante erscheint Night Train To Budapest
auch als sehr
schöne Gatefold-Vinyl.
Sonntag, 5. Januar 2014
Freitag, 3. Januar 2014
Was ist eigentlich mit...
TOOL?
Ja, es ist recht ruhig geworden um die dezent abgehobenen Freigeister. Doch abgesehen von all dem Mist, den sie sich während ihrer Hochphase auf Tournee geleistet haben, schlummert in den verworrenen Köpfen doch auch ordentliches Talent. Meiner Meinung nach wurde eben jenes Talent auf der La Te Ra Lus auf die Spitze getrieben. Songwriting jenseits von Gut und Böse und eine sphärisch, abstrakte Stimmung durch Text und Melodie, wie sie nur selten vermittelt werden, sind das Markenzeichen dieser Scheibe. Ihr Demo ist zwar ähnlich verstört, aber das beruht meines Erachtens auf dem Willen sich an Anstößigkeiten zu überschlagen.
10.000 Days dagegen ist nach La Te Ra Lus ein Album, welches zwar in die selbige Richtung schlagen sollte, allerdings an der künstlichen Produktion scheitert. Das Erdige fehlt und die Songs verbuchen weniger Variationen und intelligente Phrasen als auch Instrumentalpassagen, welche unter die Haut fahren. Steckt da vielleicht der Urian namens Erfolgsdruck dahinter? Wer weiß, wer weiß...?
Von einem Album war zwar vor mittlerweile vier Jahren die Rede, doch passiert ist da scheinbar noch nichts.
BOBO sagt: "Haltet die Ohren offen! Vielleicht sind die Jungs auf den Boden der Tatsachen zurückgekommen und tüfteln momentan doch an einer vollwertigen Platte! Ein Griff ins Plattenregal ist es allemal wieder wert."
Ciao und bis bald,
Euer Bobo
Donnerstag, 2. Januar 2014
EP-Review: Ysma Unplugged - Carrots and Candles
Info
Bandname:
Ysma
EP-Name:
Carrots and Candles (Live)
Musikrichtung:
Progressive
Erscheinungsdatum: 15.01.2014
Label:
keins
Herkunft:
Deutschland
Facebook:
www.facebook.com/YsmaBand
Heute
gibt es meinerseits mal einen Ausflug in die akustische Musik. Vor
etwa einem halben Jahr habe ich hier ein Review zur Debütscheibe
der Münsteraner Band YSMA ein Review geschrieben. Nun haben sich
die Jungs zurückgemeldet. Diesmal mit einer Live-EP. Akustisch.
Aufgenommen
wurde das Ganze bei einem Livekonzert am 26. Oktober 2013 in Münster.
Dabei haben sich die ursprünglich vier Jungs Hilfe von einem
Pianisten und einer Cellistin geholt. Man kann sich also vorstellen,
dass die Stecker erst einmal gezogen worden sind. Songtechnisch
verändert sich nicht großartig viel. YSMA halten sich hier stark an
die Platte. Was den Sound angeht, hatte ich ursprünglich damit
gerechnet, dass einiges an Kraft verloren gehen wird. Doch wie auf
dem Album heißt es auch hier wieder: an einigen Stellen geht es
ruhiger und verträumter zur Sache (hier zahlen sich der ohnehin
schon melancholische Klang des Cellos und die gefühlvollen Passagen
am Piano besonders aus), an anderen wird so heftig in die Saiten
geschlagen, dass ich mich wundern muss, wie die Gitarren heil aus
diesem Konzert herausgekommen sind.
Einer
meiner Album-Hörtipps wird sofort zum Beginn kredenzt. „Alan
Smithee's Suicide Note“ überzeugt mich wie auf dem Album mit
seinem Abwechslungsreichtum, durch das man die zehn Minuten kaum
spürt. Auch der absolute Vagrant-Hit (natürlich ist das meine
subjektive Meinung) darf als Akustikvariante nicht fehlen. „Urville
Citizen“ finde ich dabei besonders schön umgesetzt, da hier der bereits
eingangs erwähnte Umschwung von ruhig auf energisch sehr schön bemerkbar gemacht wird. Sowohl
Original als auch Akustiktitel beginnen eher ruhig – wo man jedoch
bei der Albumversion schnell mitbekommt, wann der Song in die Vollen
geht, ist dies auch bei der hier gespielten Liveversion gut möglich.
Und das trotz des Stromausfalls!
Carrots
and Candles
ist meinerseits nicht nur für die Kenner des Albums zu empfehlen,
sondern auch für alle, denen Vagrant
vorher noch nicht in die Finger geraten ist. Erhältlich sind
beide Scheiben übrigens unter ysma.bandcamp.com - Carrots and Candles bis 15.01.2014 allerdings erst einmal nur als Download.
Viel Spaß beim Hören!
Viel Spaß beim Hören!
Hörtipps:
„Urville Citizen“, aber als Klangbeispiel hier auch unten als
Video eingebunden „Kindermensch“
PS:
Da es sich hier um eine Livescheibe handelt, bei der sich
songtechnisch nicht viel verändert hat, verzichte ich auf die
Bewertung. Eine ausführliche Analyse von Vagrant,
inklusive der sieben hier gespielten Tracks, erhaltet ihr unter dem
Label „Ysma“ an der Seite des Blogs.
Tracklist
1. Alan Smithee's Suicide Note
2. Kindermensch
3. Clean
4. Penumbra
5. Urville Citizen
6. Cheesecake Auditory
7. Moth
Besetzung
Gitarre: Fabian Schroer
Gitarre: Daniel Kluger
Bass: Torge Dellert
Piano: Arne Timm
Cello: Anne Hagemann
Drums: Jens Milo
Dienstag, 31. Dezember 2013
EP Review: Mr. Serious and the Groove Monkeys - EP 2013
Bandname: Mr. Serious and the Groove Monkeys
EP-Titel: EP 2013
Musikrichtung: Rock
Erscheinungsjahr: 2013
Label: n.A.
Herkunft: Deutschland
Website: www.serious-monkeys.com
OK, zugegeben: das Review hat eine Weile auf sich warten
lassen, aber es war dringend nötig, die EP öfter als zehn Durchläufe
durchrumpeln zu lassen!
Gleich erst einmal vorweg: auf ihrer Internetseite geben die
Jungs an ein bisschen was von den RED HOT CHILI PEPPERS und AUDIOSLAVE zu
haben. Das galt es für mich hier zu prüfen, denn das haben schon einige
behauptet und sind schwer am Riff der Realität schiffbrüchig gegangen.
Die EP geht ohne Vorwarnung in die Offensive und verzaubert
mit starkem Songwriting. Der ausgeprägte Funk-Bass geht sofort in die Vollen und sowohl die Gitarren als auch das Schlagzeug überzeugen mit sehr guter Arbeit. „Booze“
nennt sich der Opener und kann sich wirklich blicken lassen – arhytmisch und
recht proggy rumpelt der erste Titel durch die Gehörgänge. Gesanglich erinnert
mich die Geschichte ein bisschen an MUSE, nur, wie ich finde, mit etwas mehr schrillem
Charakter. Macht jedenfalls ordentlich Spaß, auch nach mehrmaligem Hören.
„Alone“ erinnert mich vom Gesang sofort an AUDIOSLAVE – stimmlich scheint der
Kollege wirklich flexibel zu sein, auch wenn ab dem Refrain wieder die Stimme
in Richtung MUSE übergeht. Wirklich gut! Und der Bass schnorpst erneut sehr
funky und individuell durch das Rhythmus-Wirrwarr. Die Gitarren lasse ich hier
leider etwas außer Acht. Die liefern natürlich ebenfalls sehr gute Arbeit ab,
aber hauptsächlich begleiten sie rhythmisch. Die Soli sind in Ordnung, da ist
aber in der Musikrichtung noch mehr möglich! Am Schlagzeug wirbeln die Sticks
gehörig los. Die vielen Takt- und Rhythmuswechsel sind nicht von schlechten
Eltern! Weiter geht’s mit „Bug“ – abgespaced, midtempo und eher etwas mehr in
die Richtung AUDIOSLAVE. Soli sind hier effektverspielter und man zieht beim
Kopfnicken gleich die Oberlippe a la BILLY IDOL hoch. Auch wenn der Song
nicht gleich so richtig Fahrt aufnimmt, kommen mir die vier Minuten nicht zu
lang vor. Ganz nett! Das plötzliche Ende des Songs gefällt mir besonders gut,
passt sich an den aufgeschaukelten Soundbrei sehr gut an.
Der folgende Song „Dream“ erinnert mich tatsächlich an die besagten RED HOT CHILI PEPPERS, smoother Groove und eher dezenter Strophenteil, der von aufbrausenden
Refrain und Funkparts abgelöst wird. Meiner Meinung nach eine ordentliche
Maschine – vorerst unscheinbar, aber unglaublich hypnotisierend, wenn man öfter
den Durchlauf wagt.
„Carl Huso“ erinnert von der Gesangsrhythmik an ein
gestrecktes „Spacelord“ von MONSTER MAGNET – könnte man als Kritikpunkt sehen,
da der Song auch ähnlich aufgebaut ist. Eigentlich keine schlechte Nummer, aber
die Verwandtschaft mit „Spacelord“ liegt schon als dicker Pelz auf der Zunge…
„Sundown“ bildet das Schlusslicht der EP. Das Tempo ist
erneut zurückgefahren und walzend wühlt sich der Song durchs Gehirn. Den Gesang
empfinde ich als recht verspielt, aber abwechslungsreich. Die Gitarrenarbeit
ist dezenter gestaltet. Die Marke, welche „Booze“ gesetzt hat, wird hier nicht
mehr erreicht, als wäre die Luft raus – das Empfinden folgt allerdings aus dem
hintereinander weg Hören der EP.
Fazit: Die EP bietet ordentlich Abwechslung, wenn man dafür
bereit ist. Die Songs sind wirklich gut und man sollte die Jungs im Ohr
behalten. Die nötige Individualität für ein Album würde ich mir wünschen, denn die Band hat das Zeug sich einen eigenen
Stil zu verpassen, ohne dass sie sich mit anderen Größen vergleichen müssten.
Ich warte das Album ab und drücke den Jungs die Daumen, dass das Songwriting
ähnlich komplex, wie bei ihren ersten beiden Titeln der EP aus der Feder
tropft.
Auf ein erfolgreiches neues Jahr wünscht,
Euer Ron
Hörtipps: „Booze“,
„Alone“
Bewertung: 5 von 8
Punkten
Tracklist:
1. Booze
2. Alone
3. Bug
4. Dream
5. Carl Huso
6. Sundown
Besetzung:
Marco – Gesang
Fetz – Gitarre
Tobi – Gitarre
Pogy – Bass
Sebi – Schlagzeug
Fetz – Gitarre
Tobi – Gitarre
Pogy – Bass
Sebi – Schlagzeug
Montag, 30. Dezember 2013
CD-Review: Unparalleled Height - Rise of the Voiceless
Info
Bandname:
Unparalleled Height
Albumname:
Rise of the Voiceless
Musikrichtung:
Hard Rock / Metal
Veröffentlicht:
26.11.2013
Label:
Independent
Herkunft:
USA
Facebook:
www.facebook.com/UnparalleledHeight
Sobald
ich Bands wie BULLET FOR MY VALENTINE, AVENGED SEVENFOLD und TRVIUM
in der Beschreibung einer Band auftauchen sehe, ist meine
Aufmerksamkeit generell geweckt. So erging es mir dieses Mal auch mit
UNPARALLELED HEIGHT, deren Debütalbum Rise
of the Voiceless
heute Gegenstand dieses Reviews werden soll.
Produktionstechnisch
erinnert mich das Ganze an JUDAS PRIEST's Nostradamus.
Über dieses Album kann man denken was man will, es geht ja hier
schließlich nur um die Produktion, nicht um musikalische Vergleiche.
Und ehrlich gesagt: Ich kann euch aufatmen hören.
Das
Intro zu Rise of
the Voiceless
(The Rise“) kreiert schon mal die bei Alben dieser Art gewohnte
düstere Atmosphäre. Gefolgt wird dieses Intro von „Strength
Through Silence“, dem ersten richtigen, vollwertigen Song der
Platte. Auch wenn ich persönlich den Gesang gewöhnungsbedürftig
finde, gefällt mir die instrumentale Seite doch recht gut.
Tonnenschwere, melodische Gitarren und hier und da ein paar
Rhythmuswechsel erwecken einen doch recht progressiven Eindruck und
manchmal erinnert mich das Riffing tatsächlich an die ein oder
andere anfangs erwähnte Band (im Interlude kommen mir da zum
Beispiel stark BFMV in den Sinn).
„Memories
Remain“ (nein, METALLICA-Fans, schaut nochmal hin) beginnt mit
einem Riff, das dir einfach nur „in-your-face“ um die Ohren
fliegt (auch wenn das vielleicht beim ersten Mal Lesen nicht wirklich
Sinn hat). Die einzige Kritik, die ich tatsächlich äußern muss,
sind die bisher doch sehr weichgespülten Refrains, bei denen
kontinuierlich das Tempo herausgenommen wird. Der Drive in der
Strophe von „Spare This Soul“ allerdings lädt einfach zum
Mitnicken ein. Diesmal muss ich an KILLSWITCH ENGAGE denken
(vielleicht sollten die Jungs auch die noch in ihre Beschreibung
einbringen).
Den
ersten Höhepunkt des Albums bildet „Breaking Through“. Egal, wie
lange und genau ich suche, ich finde einfach keinen Anlass zur
Kritik. Selbst der Refrain ist hier nicht so nervig wie in den
vorherigen Titeln, dazu der coole Groove im Intro und die (anfangs)
gitarrenlose Strophe – den Track kann ich bedenkenlos empfehlen.
Bei „Never Far Away“ wird (wenn man die Refrains ausnimmt“ zum
ersten Mal etwas der Fuß vom Gaspedal genommen. Die akustischen
Gitarren in der Strophe und der im Hintergrund leise mitspielende
Synthesizer machen den Song zu einer netten Rockballade.
Aber
jetzt ist auch erst einmal genug mit Balladen – sagte das Intro von
„The Vision Never Dies“. Die Strophe wiederum widerspricht dem
Intro heftig, denn auch hier haben wir etwas balladenhaftere
Strukturen. Was ich an diesem Titel besonders mag ist die gegen Ende
des Refrains (der dieses mal zugegebenermaßen sogar gut klingt)
gespielte Lead, die sich gnadenlos ins Ohr bohrt. „Dethroned“ –
verdammt, mein Favorit dieses Albums steht fest! Der Text (es geht um
Mobbing und Fehlverhalten gegenüber Kindern), die Riffs, die Soli
und der erste Breakdown des Albums (wahnsinnig gut!) bestätigen mein
Gefühl.
Oder
etwa doch nicht? „Steadfast Spirit“ beginnt ebenfalls ziemlich
vielversprechend. Die Strophenriffs drücken höllisch, der Refrain
ist so, wie ich mir auch die anderen Refrains des Albums gewünscht
hätte – dynamisch und trotzdem melodiös – und ein weiterer
Breakdown, der wohl zu den mächtigsten zählt, die ich dieses Jahr
gehört habe (und ich habe ABR's Rescue
and Restore
rezensiert!) taucht auch noch auf. Großartiges Lied! „Malevolence
End“ tut nicht einmal so, als würde er mir Zeit geben Luft zu
holen. Mächtige Riffs, mächtige Gitarren, TRIVIUM-esque (ja, ich
bin gebildet) Interludes und toller Gesang – resultiert in sechs
Minuten, die einfach nur Spaß machen.
Rise
of the Voiceless
schließt mit einem zehnminütigen Epos (in der Kneipe nebenan höre
ich ein gedämpftes, aber auch bestimmtes „45 Minuten!“ durch die
Wand schallen). Von ruhig und leise zu Beginn entwickelt sich der
Song über ein Nostradamus-ähnliches
Interlude bis hin zu großartigen Rockstrophen und
Synthesizer-Effekten, die mich an SONIC SYNDICATE's erstes Album Eden
Fire
denken lassen, zu einem toll geschriebenen Werk mit akustischem
Ausflug gegen Ende. Ein sehr guter Abschluss für Rise
of the Voiceless.
Fazit:
Nimmt man auf den Titel Bezug, könnte man sagen: Das Album verhält
sich revolutionär. Am Anfang wenig überzeugend, wird es gegen Ende
ein so fettes Brett, dass man sich kaum noch daran erinnert, wie
alles eigentlich angefangen hat (vielleicht hängt das ja mit dem
Brett zusammen). UNPARALLELED HEIGHT sollte man definitiv im Auge
behalten, ich jedenfalls freue mich schon auf die nächste Platte.
Hörtipps: „Breaking Thorugh“, „Dethroned“, „Steadfast Spirit“, „Malevolence End“, „Heroes Prevail“
Bewertung:
8 von 10 Punkten
Tracklist:
1. The Rise
2. Strength Through Silence
3. Memories Remain
4. Spare This Soul
5. Breaking Through
6. Never Far Away
7. The Vision Never Dies
8. Dethroned
9. Steadfast Spirit
10. Malevolence End
11. Heroes Prevail
Besetzung:
Vocals: Dave Kelly
Guitar, Vocals: Tyler James Larkin
Lead Guitar: CJ Masciantonio
Bass: James Davis
Drums: Justin Welling
Samstag, 28. Dezember 2013
Review: Avenged Sevenfold - Hail to the King
Info
Albumname: Hail to the King
Musikrichtung: Rock
Erscheinungsjahr 2013
Label: Warner Bros. Records
Herkunft: USA
Facebook: www.facebook.com/avengedsevenfold
Website: www.avengedsevenfold.com/
„Know me by name, shepherd of fire!“, das nenne ich doch einen wirklich gelungenen Einstieg in ein Album. Tatsächlich kann ich an dieser Stelle auch gleich sagen, dass es sich bei dem Opener „Shepherd of Fire“ um einen meiner Favoriten auf Hail to the King handelt: Cooler Refrain, groovige Riffs, viele kleine Spielereien seitens des Schlagzeugs, ja der Song geht richtig gut rein!
Darauf folgt der Titeltrack der Scheibe. Prinzipiell ein guter Midtempo-Rocker, allerdings kein Song, der einen wirklich mitreißt – schicke Leads, gute Hookline, aber eben nichts besonderes.
Bedeutend spannender fand ich da schon eher „Doing Time“: Die Riffs sind eingängig und die Nummer ist nicht ganz so vorhersehbar – dass auch in diesem Song die Leads echt gelungen sind, sei nur am Rande erwähnt, AVENGED SEVENFOLD sind ja für mehr als solide Gitarrenarbeit bekannt.
Mit „This Means War“ liefert man eine tonnenschwere Groovebombe ab, allerdings fühlt man sich bei diesem Lied doch sehr stark an einen anderen Song erinnert, den eine, zugegeben wenig bekannte Band namens METALLICA im Jahre 1991 veröffentlichte.
„Requiem“ und „Crimson Day“ bilden die Mitte des Albums. Ersterer ist ein recht sperriger Monumentalsong mit Orchestrierung und extrem viel Pathos, zum Glück nicht das längste Lied auf der Scheibe und mein einziger großer Kritikpunkt. Zweiterer ist ein willkommener Ruhepol, nach dem anstrengenden Vorspiel. Schöne Gitarrenläufe, wuchtiger Refrain und ein echt gelungener Einsatz von Streichern, guter Song.
Ab jetzt jagt ein Hit den nächsten. „Heretic“: Gute Leads, die zum Pre-Chorus führen, coole Drums, einen Refrain, den man einfach mitsingen muss und einen Ausbruch, der seines Gleichen sucht (die Soli)!
Wer noch Energie hat kann mit „Coming Home“ noch einmal richtig das Tanzbein schwingen. Die Wucht mit der dieser Song beginnt ist einfach unglaublich, die Leads klingen ein wenig nach der Kombination Murray/Smith, die Riffs bohren sich in den Gehörgang und der Refrain sitzt ohnehin schon fest!
Der vorletzte Song – jetzt wollen es AVENGED SEVENFOLD noch mal wissen, „Planets“ beginnt schwer, sehr schwer. Hypnotisch zieht der Pre-Chorus einen in seinen Bann, der Breakdown im eigentlichen Refrain tut sein Übriges. Die Orchestrierung steht diesem Lied erstaunlich gut und bereichert es ungemein. Hier stimmt alles, wobei: 45 Minuten! Ist das zu viel verlangt?
Mit „Acid Rain“ geht das Album, etwas ruhiger aber mit viel Gefühl, zu Ende. Die gute Orchestrierung aus „Planets“ bleibt erhalten die Drums untermalen diese Ballade sehr subtil, die Leads sind wieder richtig gut und der Gesang ist einfach nur mitreißend.
Fazit:
Ich lege es immer wieder gern auf und entdecke hier und da auch noch ein paar Kleinigkeiten.
Hörtipps: „Shepherd of Fire“, „Heretic“, „Coming Home“ und natürlich „Planets“!
Bewertung: 8 von 10 Punkten
Tracklist:
01 .Shepherd of Fire02. Hail to the King
03. Doing Time
04. This Means War
05. Requiem
06. Crimson Day
07. Heretic
08. Coming Home
09. Planets
10. Acid Rain
Besetzung:
M. Shadows - VocalsSynyster Gates - Lead Guitar
Zacky Vengeance - Rhythm Guitar
Johnny Christ - Bass
Arin Ilejay - Drums
Für die Freunde der physischen Tonträger:
Donnerstag, 26. Dezember 2013
CD-Review: Raw Acoustic - Silence is King
Info:
Bandname: Raw Acoustic
Albumname: Silence is King
Musikrichtung: acoustic Rock
Erscheinungsjahr: 2013
Label: n.A.
Herkunft: Deutschland
Webseite: Raw Acoustic
Seid gegrüßt, Ihr Propheten des Rock da draußen! Heute
serviere ich euch ein Album, welches aus der guten sächsischen Küche stammt –
das Menü nennt sich RAW ACOUSTIC!
Das Album eröffnet sich mit dem Titletrack „Silence is King“.
Geprägt von einem etwas überschwänglichen Chorus auf den Klampfen - welcher
sich aber noch als Hauptcharakteristik der Klangfarbe der Gitarren herausstellt
– wird man als Hörer schnell firm mit dem Sound der Band. Die Gesangsstruktur
erweist sich rhythmisch und melodisch als tendenziell hochwertig, trotz des
etwas entfremdenden Halls auf der Stimme. Das Solo ist in Ordnung und gibt dem
Album soweit eine gute Einleitung. Kurzweiligkeit ist die Devise!
Es folgt „Blackout“ - ein Titel, welcher mit seiner starken Gesangsrhythmik und
dem Chorus(!) überzeugt. Ein richtig starker Titel, mit einer stimmlichen Gesangsleistung,
welche mich von der Klangfarbe her schon an Hansi Kürsch von Blind Guardian bei
einem Titel wie „Past and Future Secret“ erinnert. TOP!
„Home“ überzeugt mit sehr schöner Akkordfolge; eingängig und sehr charismatisch
erschließt sich hier gefühlvoller Gesang mit ordentlichem Druck und wird vom
Hall bestens unterstützt. Die Lead überzeugt mit dezenter Verzerrung und der
Break lockert den Titel dann auch schön auf.
Da krempelt der folgende Titel „Myself & I“ die Stimmung etwas um, im Positiven
versteht sich! Die Akkordfolge erinnert an ein schnelleres „Run to You“ von
Bryan Adams und bietet sehr angenehme Klangfülle durch den Anschlag der
Gitarren und gutem Gesang. Das Solo ist mit richtig fetten Nüssen gespielt und
erinnert von der Verzerrung an „Road to Hell“ von Chris Rea!
„Denial“ kommt anfangs doch etwas schwermütig rüber und auch
der Gesang nimmt zumindest mich etwas holprig mit, aber das Konzept auf dem
der Gesang aufgebaut ist, erweist sich als gut. Das erste Solo geht wieder gut
ab; die restlichen Leads erweitern subtil das Klangspektrum. Geschmacksache
aber dennoch gut. Da schleicht sich dann auch schon „Excuses“ ins Gehör und es
besteht beim Hören der ersten dreißig Sekunden die Gefahr den Titel mit „Silence
is King“ zu verwechseln. Das ändert sich dann durch gelungene Leadpassagen. Der
Titel ist etwas effektverspielt und überzeugt mit exzellentem Songwriting. Der
Gesang könnte etwas variabler sein; das will ich aber nicht negativ zu Buche
halten.
„Break It Down“ hebt sich mit ungewohntem Takt hervor (das
ist genau das Richtige für mich!). Der Titel wirkt anspruchsvoll und
ausgeklügelt, allerdings hätte ich mir bei so einer Phrase für den Titel etwas
mehr Druck und „Rock“ gewünscht. Bei „Downsize“ werden die Klampfen während der
Gesangspassagen zurückgefahren. Klangweite ergibt sich aus dem Hall und dem
Druck im Gesang, doch der Titel kommt an sich nicht so recht aus dem Knick. Der
Titel geht leider etwas unter.
„The Stalker“ hebt sich wiederum durch den Dur-Charakter ab –
das Tempo ist leicht erhöht und durch den Einsatz einer Gastsängerin erweist
sich der Titel als vielseitig und aufgelockert. Gegen Ende hin überzeugt der
Titel mit ausgereiften Soli, welche sich an bekannten Melodien bedienen, und
einer ordentlichen Portion Komplexität!
„The Grace of Man“ schließt das Album ab. Ein schwer
baladesker Charakter und einem eher verbesserungswürdigem Piano, wird leider
nicht so recht der Charakter des Albums widergespiegelt. Die Gesangsmelodie ist
in Ordnung, aber vielleicht hätte man sich hier auch an Gastgesängen bedienen
können. Der Gitarrenanschlag nervt ein wenig und somit geht der Titel etwas
glanzlos unter, das ist aber Ansichtssache.
Fazit: Mich überrascht das Album mit einigen ausgezeichneten
Leads, tollen Soli und schönen Akkorden. Hier und da erweist sich allerdings
der Gesang als Wermutstropfen, besonders wenn man das Album mehrmals
hintereinander hört. Grundsätzlich ist das aber ein gutes Album mit Höhen und
Tiefen, wie auch bei anderen Alben. Ich kann meine Kaufempfehlung klar aussprechen,
denn die Jungs haben tolle Arbeit geleistet und zum Glück noch das Potential
sich zu steigern! Ich bin zuversichtlich und warte den nächsten Releasetermin
ungeduldig ab. Nachschlag bitte!
Bis bald bei New Rock Reviews sagt,
Euer Ron
Hörtipps: „Blackout“,
„Myself & I“, „The Stalker“
Bewertung: 7 von 10
Punkten
Tracklist:
- Silence is King
- Blackout
- Home
- Myself & I
- Denial
- Excuses
- Break it Down
- Downsize
- The Stalker
- The Grace of Man
Besetzung:
Alexander Müller – Gitarre, Gesang
Gregor Arndt – Gitarre, Gesang
Gregor Arndt – Gitarre, Gesang
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