Episode 26 mit Henrik Freischlader über Alben, Amps und Anderes.
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Freitag, 14. März 2014
Mittwoch, 8. Januar 2014
CD-Review: Henrik Freischlader - Night Train To Budapest
Info
Bandname:
Henrik Freischlader
Albumname:
Night Train To Budapest
Musikrichtung:
Blues, Rock
Erscheinungsjahr:
2013
Label:
Cable Car Records
Herkunft:
Deutschland
Facebook:
www.facebook.com/HenrikFreischladerOfficial
Website:
http://www.henrik-freischlader.de
HE
STRIKES AGAIN!
Gerade
erst die House In The Woods
vom Plattenteller genommen und schon sorgt HENRIK FREISCHLADER mit
Night Train To Budapest
für Nachschub.
Die
Scheibe beginnt in gewohnt cooler Manier mit „Point Of View“.
Sehr viel Groove, einprägsame Hookline und rotzige Soli, mal wieder
ein echt gekonnter Einstieg.
„Everything
Is Gone“ beginnt ruhiger, etwas smoother, bäumt sich im Chorus
allerdings mächtig auf und beschert durch diesen Kontrast die erste
große Überraschung. Ich möchte an dieser Stelle auch auf das Solo,
das ab der Hälfte auf den Hörer hereinbricht, hinweisen –
grandios!
Nun
könnte man eigentlich eine kleine Verschnaufpause recht gut
gebrauchen und die bekommt man auch mit „Caroline“. Beruhigendes
Picking, gewürzt mit schicken Leads und einem Refrain, der einem so
schnell nicht mehr aus dem Ohr gehen wird, ein Problem, dass sich
häufig auf diesem Album einstellt.
Darauf
folgen mit „A Better Man“ und „Thinking About You“ zwei
Nummern mit viel Gefühl. Erstere zeigt sich im Grundton recht
rockig, mit schön rohem Gittarensound, jedoch nimmt der Refrain ein
wenig Fahrt raus. Zweitere ist unverkennbar eine Bluesballade by
HENRIK FREISCHLADER. Ein Song, der sich Zeit nimmt und mit vielen
kleinen subtilen Effekten die Atmosphäre aufbaut. Die Leadgitarre
lädt zum genießen ein und genau das will man bei so einem Song auch
– diese 7 Minuten vergehen wirklich wie im Flug!
Mit
„Down The Road“ begibt man sich wieder in den Groove-Modus: Es
darf wieder zu sehr eingängigen Riffs gerockt werden, ein Song mit
viel Charme, schönem Wechsel und das Solo! Das Solo ist episch.
Knackige
Rhythmusgitarren, schöne Leadläufe – es geht gut weiter mit
„Gimme All You Got“. Sehr energetischer Rocker, der durch besagte
Läufe fast schon hypnotisch wirkt und ja, es ist wieder einer dieser
Refrains, die einen doch recht lang begleiten werden.
Es
wird ein wenig ruhiger, aber nur für zwei Songs. „If this Ain't
Love“ glänzt durch seine swingende Unbekümmertheit und zieht
spätestens durch seinen souligen Chorus in seinen Bann. „My Woman“
dagegen ist eine ruhige orgellastige Ballade. Mit viel Gefühl
vorgetragen und mit schicken kleinen Licks seitens der Gitarre
garniert, allerdings ist das Stück für eine Spielzeit von 10
Minuten ein wenig eintönig, speziell am Schlagzeug hätte ich mir
mehr gewünscht.
Mit
„Shame“ wird es wieder rockiger: Klasse Chorus mit tollen
Backingvocals, Gitarrenläufe satt und der Umbruch im zweiten
Drittel, die stop-and-go-Dynamik – so klingt ein moderner
Bluesrocker!
Geschlossen
wird Night Train To Budapest von „Your Loving Was So Good“,
einem zähen Groover bei dem es Feedbacks hagelt und sich die Soli in
die Gehörgänge schneiden. Ein wirklich intensiver Song und ein
würdiger Abschluss der Platte!
Fazit:
Transparente
Produktion, gutes Songwriting und eine
richtig gute Performance machen Night Train To Budapest
einen Pflichtkauf für Blues- bzw. Rockfans.
Wenn
es um coole und groovende Musik geht, weiß man genau an wen man sich
halten kann: HENRIK FREISCHLADER!
Hörtipps:
„Point Of View”, “Caroline”, “Thinkin About You” und
“Your Loving Was So Good”
Bewertung:
9,5 von 10 Punkten
Tracklist:
01. Point Of View
02. Everything Is Gone
03. Caroline
04. A Better Man
05. Thinking About You
06. Down The Road
07. Gimme All You Got
08. If This Ain't Love
09. My Woman
10. Shame
11. Your Loving Was So Good
Besetzung:
Vocals,
Guitar, Bass, Drums: Henrik Freischlader
Keys: Moritz
Fuhrhop
Für
die Freunde der physischen Tonträger:
Neben
einer Digipack-CD Variante erscheint Night Train To Budapest
auch als sehr
schöne Gatefold-Vinyl.
Sonntag, 23. Dezember 2012
Dienstag, 27. November 2012
CD-Review: Henrik Freischlader Band - House In The Woods
Info
Bandname:
Henrik Freischlader Band
Albumname:
House In The Woods
Musikrichtung:
Blues, Rock
Erscheinungsjahr:
2012
Label:
Cable Car Records
Herkunft:
Deutschland
Myspace:
http://www.myspace.com/henrikfreischlader
Website:
http://www.henrik-freischlader.de
Singende
Licks, schöne Orgelläufe und ein Refrain, bei dem man mitsingen
muss – was für ein Empfang!
Schon
der Opener und zugleich auch Titeltrack bleibt einem doch sehr stark
im Ohr -
ein
smoother Rocker, der mit gekonnter Leichtigkeit und gutem Sound Lust
auf mehr macht.
Zum
Thema guten Sound sei gleich erwähnt, dass das Album live im Studio
aufgenommen wurde, was dem Ganzen eine angenehme und kompakte Wärme
verleiht. Die Stereoaufteilung der Instrumente ist sehr klassisch und
erinnert mich z.T stark an das ein oder andere Album aus den 60ern.
Es ist wirklich erfrischend, einer Produktion mit so viel
nostalgischem Charme zu lauschen.
Ein
schönes Beispiel der Wärme dieses Albums ist die funkige
Halbballade „Nowhere To Go“:
Flüssige
Gitarrenläufe auf der linken Seite und dem gegenübergestellt, ein
tragender Orgelteppich.
Härter
kommt „1999“ daher – ein etwas modernerer Groove angereichert
mit knackigen Riffs, einem hypnotisierenden Rhythmus und einem
wahrhaftig beeindruckenden ausbrechenden Solo.
Um
wieder etwas zu entspannen, kommt die sich anschließende Ballade
„Breaking My Heart Again“ wirklich wie gerufen. Ein ruhiger,
intimer Song mit einer schönen Melodieführung, der mich hin und
wieder an Van Morrisons „Into The Mystic“ erinnert – die
Produktion lässt generell viele Vergleiche dieser Art zu. Ich habe
tatsächlich schon lange nicht mehr eine so komplexe und trotzdem,
wie eingangs bereits erwähnt, warme Platte erlebt (so sollte eine
zeitlose Produktion klingen).
Mit
den sich anschließenden „Take The Blame“ und „Hear Your
Talking“ zeigt sich Herr Freischlader wieder von der rockigeren
Seite, wobei ersterer für mich ganz klar einen gewissen U.F.O.
Charme versprüht – vor allem durch das gelungene Wah Solo und den
feinen Dynamikwechsel im Refrain.
Der
nächste Ruhepol des Albums - „Two Young Lovers“. Ein angenehmer
Groove, ein grandioses Bass-/ Drum-Fundament und natürlich die vom
Blues durchzogene Stimme von Henrik “motherfucking“ Freischlader
machen diese leise Ballade zu einem Genuss – simply good!
Mit
„With The Flow“ folgt mein persönlicher Favorit auf „House In
The Woods“. Die Coolness,
die
hier an den Tag gelegt wird, ist einfach unglaublich. Von den
dahingehauchten Anfangsvocals, über den zum mitgrooven animierenden
Rhythmus, bis hin zu dem fast tonnenschweren Schlussteil.
Geschlossen
wird das Album von einem, meines Erachtens, klassischen Blues namens
„Won't You Help Me“, der durch seinen intensiven Refrain und den
im Gegensatz dazu, ruhigen Strophen, einen überaus gelungenen
Abschluss für eine echt gute Bluesrock Platte darstellt.
Fazit:
„House
In The Woods“ ist einfach gut. Die Produktion hat einen zeitlosen
Charme und macht wirklich Spaß.
Das
Album wächst mit jedem Durchlauf und es stellt für mich definitiv
die momentane Referenz für zeitgemäßen Bluesrock dar.
Hörtipps:
„House In The Woods”, “1999”, “Two Young Lovers” und
natürlich “With The Flow”
Bewertung:
10 von 10 Punkten
Tracklist:
01. House In The
Woods
02. Sisters
03. Nowhere To Go
04. 1999
02. Sisters
03. Nowhere To Go
04. 1999
05. Breaking My
Heart Again
06. Take The Blame
07. Hear Your Talking
08. Two Young Lovers
09. With The Flow
10. Won't You Help Me
06. Take The Blame
07. Hear Your Talking
08. Two Young Lovers
09. With The Flow
10. Won't You Help Me
Besetzung:
Vocals,
Guitar: Henrik Freischlader
Organ: Moritz
Fuhrhop
Bass: Theo
Fotiadis
Drums: Björn
Krüger
Freitag, 10. Juni 2011
LP-Review: Henrik Freischlader - Still Frame Replay
Bandname: Henrik Freischlader
Albumname: Still Frame Replay
Musikrichtung: Blues, Rock
Erscheinungsjahr: 2011
Label: Cable Car Records
Herkunft: Deutschland
Myspace: http://www.myspace.com/henrikfreischlader
Website: http://www.henrik-freischlader.de
Um es gleich vorweg zu nehmen, die Wertung dieses Albums ist mir sehr schwer gefallen: Volle Punktzahl oder Poleposition knapp verfehlt... Nach dieser Einleitung sollte jedem klar sein, dass es sich um eine wirklich gute, vielschichtige und vor allem natürliche Platte handelt. Blues Rock nah an der Perfektion, dargeboten von einem wirklich guten Musiker, gewürzt durch ein abwechslungsreiches, intelligentes Songwriting und zum Abschluss ansprechend garniert mit einer sehr transparenten, natürlichen Produktion.
Schon der Opener und Titeltrack mit Joe Bonamassa an der Leadgitarre ist nicht nur ein wirklich gelungener Blues-Rock-Song mit einer sehr eingängigen Hookline und überragenden Soli, sondern ein absoluter Kaufgrund für “Still Frame Replay” - jedoch sollte an dieser Stelle erwähnt sein, dass jegliche Gitarren auf diesem Album unglaublich vielseitig und überzeugend dargeboten werden, von feinen Clapton-Leads bis hin zu sehr starken Hard-Rock-Licks, kompositorische Abwechslung und spielerische Raffinesse sind hier Programm.
Einen der eingängigsten Songs dieses Albums stellt “What's My Name” dar, griffiger Blues mit einer Portion Reggae, entspannten Soli und einer unglaublich guten Hookline – ein Titel der an Coolness kaum zu überbieten ist.
Die Produktion hingegen zeigt sich sehr natürlich und erhaben, sie betont vielmehr die Details, als eine massive Soundwand zu erzeugen. Eindrucksvoller Beleg hierfür ist das minimalistische, an Clapton erinnernde “The Memory Of Our Love”. Vom warmen Gitarrenhall über den sich, mit steigender Intensität des Songs, verändernden Snaresound bis hin zur kreativen Positionierung der Gesangsmikrofone – so klingt eine zeitlose Produktion.
Stilistisch pendelt Herr Freischlader zwischen Rock, Pop, Jazz und Blues, eine Mischung die zu überzeugen weiß (vielleicht fast schon ein wenig zu abwechslungsreich).
Zum Abschluss sei noch erwähnt, dass sich dieses Review auf die Vinylversion des Albums bezieht, welche neben der grandiosen Aufmachung auch noch mit drei Bonustracks daherkommt, von welchen “Empty Threads” einen der besten Songs dieser Platte darstellt. Natürlich habe ich mir anlässlich dieses Reviews auch die CD-Version besorgt, um etwas über den klanglichen Unterschied sagen zu können – kurz gesagt, die Vinyl klingt einfach deutlich besser, daher rate ich allen, die einen Plattenspieler ihr Eigen nennen zu einem Kauf dieser.
Fazit:
Großartige, ausgewogene Platte, eingängig und sehr abwechslungsreich - in diesem Sinne “What's My Name?”, HENRIK motherfucking FREISCHLADER!
Hörtipps: „Still Frame Replay”, “Whats My Name”, “The Memory Of Our Love” und “Look At The Fool”
Bewertung: 9 von 10 Punkten
01. Still Frame Replay
02. Longer Days
03. Come On My Love
04. What's My Name
05. The Memory Of Our Love
06. Gentlemen!
07. If I Could Only Be Myself
08. I've Got It Good
09. Growing Old
10. Do Did Done
11. Look At The Fool
12. The Blues (LP Bonustrack)
13. I'd Rather Go Blind (LP Bonustrack)
14. Empty Threads (LP Bonustrack)
02. Longer Days
03. Come On My Love
04. What's My Name
05. The Memory Of Our Love
06. Gentlemen!
07. If I Could Only Be Myself
08. I've Got It Good
09. Growing Old
10. Do Did Done
11. Look At The Fool
12. The Blues (LP Bonustrack)
13. I'd Rather Go Blind (LP Bonustrack)
14. Empty Threads (LP Bonustrack)
Vocals, Guitar, Bass, Drums: Henrik Freischlader
Organ, Piano: Moritz Fuhrhop
Percussion: Max Klaas
Bass: Theo Fotiadis (If I Could Only Be Myself)
Drums: Björn Krüger (If I Could Only Be Myself)
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